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Wermelskirchen: CDU-Fraktion fordert aktuellen Sachstand zum Friedhofskonzept ein

Zwei Städte, ein Sender.

Wermelskirchen – CDU-Fraktion fordert aktuellen Sachstand zum Friedhofskonzept ein.

Tobias Bösenberg: „Wermelskirchen muss auf die veränderten Wünsche der Menschen reagieren.“

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Wermelskirchen hat eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt, um den aktuellen Stand der Umsetzung des Friedhofskonzeptes zu erfragen. Besonderes Augenmerk legt die Fraktion dabei auf die geplante Einrichtung eines Bestattungswaldes sowie die Auswirkungen der jüngsten Friedhofsgebührenerhöhungen.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Bösenberg, selbst als Bestatter tätig, ist mit den Entwicklungen im Bestattungswesen vertraut, sieht hier einen wichtigen Informationsbedarf:

„Viele Bürgerinnen und Bürger sprechen mich regelmäßig auf den geplanten Bestattungswald und die Zukunft unserer Friedhöfe an. Das Interesse an modernen und naturnahen Bestattungsformen ist groß. Deshalb möchte ich wissen, wie weit die Planungen inzwischen fortgeschritten sind und wann die ersten Maßnahmen umgesetzt werden können.“

Mit ihrer Anfrage möchte die CDU-Fraktion erfahren, welche Maßnahmen aus dem Friedhofskonzept bereits umgesetzt wurden, welche Projekte sich aktuell in Planung befinden und welche Schritte als Nächstes vorgesehen sind. Zudem soll die Verwaltung darlegen, wann mit ersten sichtbaren Veränderungen auf den Friedhöfen gerechnet werden kann.

Ein weiterer Schwerpunkt der Anfrage betrifft die Entwicklung der Bestattungszahlen seit der Erhöhung der Friedhofsgebühren zu Beginn des Jahres. Die CDU möchte wissen, ob die höheren Gebühren Auswirkungen auf die Nutzung der städtischen Friedhöfe haben und ob sich Bürgerinnen und Bürger verstärkt für alternative Bestattungsformen außerhalb der kommunalen Friedhöfe entscheiden.

„Viele Angehörige aus Wermelskirchen entscheiden sich bereits heute dafür, ihre Verstorbenen in den umliegenden Bestattungswäldern beisetzen zu lassen, weil es ein entsprechendes Angebot in unserer Stadt bislang nicht gibt“, erklärt Tobias Bösenberg. „Dadurch verlassen nicht nur Bestattungen unsere Stadt, sondern auch ein wichtiger Teil der Trauerkultur. Wermelskirchen muss endlich auf die veränderten Wünsche der Menschen reagieren und selbst ein zeitgemäßes und würdevolles Angebot schaffen. Der geplante Bestattungswald ist deshalb längst keine Zukunftsvision mehr, sondern eine notwendige Ergänzung unseres Friedhofsangebotes.“

Bösenberg betont zudem, dass die Nachfrage nach naturnahen Bestattungsformen seit Jahren stark zunimmt. Viele Familien würden sich wünschen, ihre Angehörigen in der Nähe ihres Wohnortes in einem Bestattungswald beisetzen zu können, statt auf Angebote in Nachbarkommunen ausweichen zu müssen.

„Unsere Friedhöfe sind wichtige Orte des Erinnerns, der Trauer und der Begegnung. Gleichzeitig verändern sich die Wünsche der Menschen bei der Bestattungskultur deutlich. Immer mehr Angehörige wählen naturnahe Bestattungsformen und weichen dafür auf Bestattungswälder in der Umgebung aus. Diese Entwicklung ist seit Jahren erkennbar. Deshalb muss Wermelskirchen endlich auf diesen Wandel reagieren und mit einem eigenen Bestattungswald ein Angebot schaffen, das den Bedürfnissen vieler Bürgerinnen und Bürger entspricht. Die beschlossenen Maßnahmen dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden.“

Die CDU-Fraktion erwartet nun die Antworten der Verwaltung und wird die weitere Entwicklung des Friedhofskonzeptes aufmerksam begleiten.

 

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