
Wermelskirchen – Zunahme von Gewaltvorfällen: Die Stadtverwaltung zieht Konsequenzen.
In den vergangenen Tagen ist es innerhalb der Stadtverwaltung Wermelskirchen leider zu gewalttätigen Vorfällen gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gekommen. Am vergangenen Freitag kam es im Rathaus im Bereich des Amts für Soziales und Inklusion zu einem gewaltsamen Eindringen durch einen Mann, der erheblichen Sachschaden innerhalb der Büroräume verursachte. Zuvor war auf der Herbstkirmes in der Nacht zu Sonntag bereits ein Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) von einem Randalierer angegriffen und verletzt worden.
Derlei Übergriffe und auch verbale Attacken gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben zugenommen. Deshalb zieht die Stadt Wermelskirchen nun Konsequenzen: „Der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat höchste Priorität, und wir dulden keine Gewalt am Arbeitsplatz – weder in den Amtsräumen noch bei Veranstaltungen“, erklärt Bürgermeister Bernd Hibst. Die Stadt hat Strafanzeige gestellt.
Zusätzlich ist ab sofort ein Sicherheitsdienst am Haupteingang des Rathauses stationiert. Alle weiteren Zugänge zur Stadtverwaltung müssen aufgrund der Vorfälle weiterhin geschlossen bleiben, um die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten. Die Stadtverwaltung bittet Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die Sicherheitsmaßnahmen und darum, die Sicherheitskontrollen zu unterstützen.
Für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen waren die Erlebnisse extrem belastend. „Wir unterstützen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit“, so der Bürgermeister. Gleichzeitig appellieren wir an die Bürgerschaft: Respekt ist die Basis unserer Zusammenarbeit. Wir brauchen ein gewaltfreies Umfeld, um unsere Dienstleistungen für die Bevölkerung gewährleisten zu können“, so der Bürgermeister. Um den Betroffenen bestmöglich beizustehen, fand bereits am Montag eine professionelle Betreuung statt. Ein erfahrener Deeskalationstrainer hat mit den Kolleginnen und Kollegen den belastenden Vorfall aufgearbeitet, um die Verarbeitung zu unterstützen.
Foto: Stadt Wermelskirchen / Kathrin Kellermann




