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Wermelskirchen: Krankenhaus-Petition

Zwei Städte, ein Sender.

Wermelskirchen – Krankenhaus-Petition.

Sechs Gründe, warum die Krankenhaus-Petition so einmalig war

1. Herzensangelegenheit & Einzelschicksale

Über 1.300 persönliche Kommentare auf der Petitionsseite zeigen, wie eng das Krankenhaus mit dem Leben der Menschen in Wermelskirchen und der Umgebung verbunden ist. Menschen berichten von ihrer Kindheit, von Geburten, Unfällen, Erkrankungen und schweren Notfällen. Die Kommentare zeigen, dass das Krankenhaus für viele Menschen ein Ort ist, der Teil ihrer eigenen Biografie geworden ist. Teilweise lesen sie sich wie ein kleines Familien- und Stadtarchiv. Damit werden die Stimmen zu einer bemerkenswerten Sammlung des Wermelskirchener Kleinstadtgefühls.

2. Rekordwert des Bürgerbeteiligungsinstruments

In den vergangenen Jahren haben Bürgerinnen und Bürger in Wermelskirchen über OpenPetition bereits Unterschriftensammlungen zu verschiedenen Themen gestartet, unter anderem in den Bereichen Kultur, Bildung, Umwelt und Verkehr. OpenPetition hat sich damit als Beteiligungsinstrument in unserer Stadt längst etabliert. Bislang galt die Petition „Polizeiwache für Wermelskirchen“ mit 5.426 Unterschriften als umfangreichste Petition aus Wermelskirchen. Die Krankenhauspetition übertraf diese Marke mit insgesamt 8.348 Unterschriften nun deutlich. Die Sammlung wurde mehrfach verlängert, da die Unterschriftenaktivität selbst nach den abschließend sehr positiven Nachrichten nicht nachließ und die Dynamik bis zum Ende hoch blieb.

3. Einmaligkeit der Entwicklung der Ereignisse

Kaum eine andere Petition dürfte die Entwicklung eines lokalen Themas über einen derart langen Zeitraum und so unmittelbar begleitet haben. Ob mögliche Übernahmen durch andere Kliniken, zwischenzeitlich hoffnungsvolle Gespräche, die Gründung des Fördervereins Krankenhaus Wermelskirchen oder die große Erleichterung nach dem Ratsbeschluss zum Fortbestand des Krankenhauses – die Petition erlebte die wesentlichen Etappen der Entwicklung unmittelbar mit. Während der Kommunalwahl 2025 wurde zunächst noch über die Sinnhaftigkeit des Startpunkts der Petition diskutiert. Mit der Zeit wurde jedoch immer deutlicher, dass sich die Bürgeraktion gewissermaßen parallel zu den Ereignissen rund um das Krankenhaus weiterentwickelte. Die Petition wurde damit zu einer Art chronologischem Spiegel der Entwicklungen: Sie nahm die unterschiedlichen Phasen auf, begleitete Hoffnungen und Rückschläge.

4. Förderverein Krankenhaus Wermelskirchen

Eine Petition ist mittlerweile mehr als eine bloße Liste mit Unterschriften. Es entstehen digitale Netzwerke, in denen sich Menschen austauschen und mitunter sogar weitere Ideen zur Lösung der ursprünglichen Problematik entwickeln. Dies ist in besonderem Maße auch bei der Krankenhauspetition geschehen. Ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger, die zugleich die notwendige Fachkompetenz im Gesundheitsbereich mitbringen, haben sich dieser wichtigen Arbeit überparteilich angenommen und damit einen wertvollen Beitrag geleistet. Mit vielen neuen Mitgliedern und weiteren Projekten kann diese tolle Geschichte definitiv noch lange weitergeschrieben werden.

5. Die Besonderheit der regionalen Versorgung

Neben zahlreichen Geschäften und Praxen aus dem Gesundheitswesen ist insbesondere das Krankenhaus-Café hervorzuheben. Eine konstant hohe Zahl an Unterschriften von Patientinnen und Patienten sowie deren Familienangehörigen und Bekannten zeigte deutlich, dass nicht nur Wermelskirchener Bürgerinnen und Bürger unterschrieben haben. Die Petition machte vielmehr sichtbar, dass der Erhalt des Krankenhauses auch für Menschen aus der unmittelbaren Umgebung von großer Bedeutung ist und ein gemeinsames Interesse an einer weiterhin gesicherten regionalen Gesundheitsversorgung besteht. Das Café entwickelte sich dabei auch zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt der Unterschriftensammlung. Vertreterinnen und Vertreter anderer Einrichtungen kamen hier zusammen und holten weitere Unterschriftenlisten zur Verteilung ab.

6. Kooperationen über die Petition hinaus

„Gemeinsam Verantwortung übernehmen – für Gesundheit, Umwelt und Lebensqualität“: Unter diesem offiziellen Motto entstand im August 2026 eine neue Kooperation zwischen dem Sanitätshaus Montanus und der Initiative Sauberes Wermelskirchen – ursprünglich im Zusammenhang mit einem WDR-Dreh zur Krankenhauspetition. Wie viele andere Geschäfte und Arztpraxen in Wermelskirchen hatte sich auch das Sanitätshaus Montanus im Rahmen der Unterschriftensammlung für den Erhalt des Krankenhauses engagiert. Kurze Zeit später signalisierte auch Lotto Duran seine Bereitschaft, sich an der Kooperation zu beteiligen. Damit wuchs das durch die Petition entstandene Netzwerk in einen weiteren Bereich des Ehrenamtes hinein. Die Krankenhauspetition wurde so über ihr ursprüngliches Ziel hinaus zu einem Multiplikator für weiteres bürgerschaftliches Engagement und für die Schaffung zusätzlichen gesellschaftlichen Mehrwerts.

Auf dem Foto sind Vertreter von: Sanitätshaus Reha Team Bauer, Apotheke an der Post, Therapie- & Rückenzentrum Wermelskirchen, Willi Haring e.K. , Onkel Nestor, RScarservice, Lotto Duran.

 

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